Kondolenzblumen verschicken – Tipps, Etikette & Ideen
Wann Kondolenzblumen verschicken?
Der Tod eines Menschen hinterlässt eine Leere – bei denjenigen, die ihn kannten und liebten. Kondolenzblumen sind eine der ältesten und beständigsten Gesten menschlicher Anteilnahme. Sie sagen: "Ich habe von deinem Verlust erfahren. Du bist nicht allein."
Doch wann ist es angemessen, Kondolenzblumen zu verschicken? Und wann ist es besser, persönlich vorbeizukommen?
Anlass 1: Wenn man nicht zur Beerdigung kommen kann
Manchmal ist es nicht möglich, persönlich bei der Beerdigung anwesend zu sein – wegen großer Entfernung, eigener Erkrankung oder beruflicher Verpflichtungen. In diesem Fall sind Kondolenzblumen, die direkt zur Trauerfamilie oder ans Bestattungsinstitut gesendet werden, eine würdige Alternative.
Anlass 2: Einige Tage nach der Beerdigung
Viele Menschen wissen nicht, dass Kondolenzblumen auch nach der Beerdigung sehr willkommen sind – manchmal sogar willkommener. Der Trubel der Beisetzung ist vorbei, und jetzt setzt die eigentliche Trauer ein. Ein Strauß oder ein Gesteck, der einige Tage später ankommt, zeigt: "Ich denke weiterhin an dich – auch wenn der offizielle Abschied vorbei ist."
Anlass 3: Zum Jahrestag
Zum Todestag ein Jahr später oder zu besonderen Anlässen (Geburtstag des Verstorbenen, Weihnachten) Kondolenzblumen zu schicken ist eine sehr berührende Geste der anhaltenden Erinnerung.
Was verschickt man als Kondolenzblumen?
Kleines Gesteck
Ein kleines Trauergesteck ist die würdevollste Wahl für Kondolenzblumen per Post. Es hält länger als ein Strauß und kann aufgestellt werden.
Weißer Strauß
Ein schlichter weißer Strauß (weiße Rosen, weiße Lilien oder Calla) ist klassisch, immer angemessen und kann direkt in die Vase gestellt werden.
Zimmerpflanze
Eine langlebige Zimmerpflanze als Kondolenzgeschenk symbolisiert das Fortleben der Erinnerung. Sie wächst und blüht weiter – lange nach dem Tod des Trauernden persönlich.
Die Kondolenz-Grußkarte – das Wichtigste
Oft ist die Karte, die mit den Blumen mitgeschickt wird, wichtiger als die Blumen selbst. Hier ein paar Tipps:
Was man schreiben kann:
- "Ich habe von deinem Verlust erfahren und denke in diesen schweren Tagen an dich."
- "[Name des Verstorbenen] war ein besonderer Mensch – ich werde ihn/sie nicht vergessen."
- "Wenn du reden möchtest, bin ich für dich da."
- "Du bist in meinen Gedanken."
Was man vermeiden sollte:
- Floskeln wie "Er/sie ist jetzt an einem besseren Ort" – sie helfen selten
- "Ich weiß, wie du dich fühlst" – das kann man nie wirklich wissen
- "Du musst stark sein" – Trauer braucht keinen Befehl zur Stärke
Kurz und aufrichtig ist fast immer besser als lang und hölzern.
Etikette beim Verschicken von Kondolenzblumen
- Gedämpfte Farben wählen (Weiß, Lila, Dunkelrot) – keine bunten Frühlingssträuße
- Nicht zu üppig – Bescheidenheit ist bei Trauer angemessener
- Immer eine Karte beilegen – anonyme Blumen wirken seltsam
- Lieferung ans Bestattungsinstitut bei Beerdigungen frühzeitig koordinieren
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